Als Grauer Star = Katarakt werden Inhomogenitäten der Augenlinse bezeichnet. Alle Trübungen und Brechungsunregelmäßigkeiten der Augenlinse sind in dieser Definition inbegriffen.
Die Augenlinse besteht aus Eiweißen (dem Kern, der Rinde und der Kapsel) und hat keine Gefäße oder Nerven. Es gibt viele verschiedene Formen des Grauen Stars. Die Form, mit der die meisten Menschen im Laufe ihres Lebens in Berührung kommen, ist der „Altersstar“:
Im Laufe des Lebens verändert sich das Linsenmaterial, die Linse wird größer und starrer (Altersichtigkeit). Im Alter kann sie sich bräunlich verfärben und eintrüben, so dass nicht mehr genügend Licht hindurchkommt. Wenn die Sehschärfe nicht mehr ausreichend ist, wird die eingetrübte Augenlinse operativ entfernt.
Die fehlenden Dioptrien wurden in früheren Zeiten mit Kontaktlinsen (Starlinsen) ausgeglichen. Heutzutage werden bei einer zu behandelnden Katarakt nach dem Entfernen der Augenlinse meist künstliche Linsen ins Auge implantiert (Intra Okulare Linsen).
Eine Katarakt-Operation mit Implantation ist heute ein Routine-Eingriff geworden, der nicht lange dauert und wovor man keine Angst mehr haben muss. Durch die modernen Messtechniken kann die zu implantierende Linse so genau berechnet werden, dass man nach dem Abheilen (je nach Wunsch) entweder in der Ferne oder in der Nähe, meist ohne Sehhilfen auskommt.
Wenn aus bestimmten Gründen keine künstliche Linse ins Auge implantiert werden kann, dann erfolgt eine Korrektion der fehlenden Dioptrien mit speziellen Kontaktlinsen. Diese Linsen haben oft hohe Werte (ca. +15 dpt) und die Anpassung erfordert unser Können.
Durch die „Geschichte“ hat das Wahrendorf-Team sehr viele, nun schon ältere Patienten, die mit Star-Kontaktlinsen korrigiert werden und damit sehr viel Erfahrung auf diesem Gebiet, denn zu DDR-Zeiten war die Versorgung mit Intra Okularen Linsen nicht so gut, wie sie es heute ist.
Weitere Informationen zu diesem Thema können Sie unter „Babys, Kleinkinder und Kinder mit Kontaktlinsen“ finden. |