Als Verkrümmung = Astigmatismus (griech. "Punktlosigkeit") bezeichnet man in der Augenoptik eine Fehlsichtigkeit der Hornhaut oder der Augenlinse. Hierbei ist in den meisten Fällen die Hornhaut des Auges nicht gleichmäßig gekrümmt (Hornhautastigmatismus). In einigen Fällen kann auch die Augenlinse innerhalb des Auges ungleichmäßig gewölbt sein (Linsenastigmatismus).
Durch die unterschiedlichen Wölbungen (Radien) wird ein Punkt nicht als Punkt gesehen, sondern verzerrt als Stab wahrgenommen (deshalb auch als Stabsichtigkeit bekannt).
Man unterscheidet zwischen dem „regulärem“ und dem „irregulärem“ Astigmatismus.
Der „reguläre“ Astigmatismus ist keine Erkrankung der Hornhaut, sondern eine Fehlsichtigkeit. Hierbei gibt es einen größten (flachsten) und einen kleinsten (steilsten) Radius auf der Hornhaut, die 90 Grad zueinander liegen.
Beim „irregulärem“ Astimatismus ist die Oberfläche der Hornhaut an mehreren Stellen erhöht und vertieft (Berglandschaft). Diese irreguläre Oberfläche ist manchmal angeboren, meist aber durch Operationen, Unfälle, Krankheiten etc. erworben.
Eine besondere Form des irregulären Astigmatismus ist der Keratokonus, der allerdings eine Hornhauterkrankung darstellt. Beim Keratokonus werden spezielle Keratokonuslinsen angepasst werden, damit die Hornhaut so wenig wie möglich Stress erfährt und das Sehen optimal gehalten werden kann (siehe oben).
Der Astigmatismus kann mit speziellen Brillengläsern, sowie mit speziellen (torischen) weichen und formstabilen Kontaktlinsen sehr gut auskorrigiert werden. Durch die modernen Herstellungsverfahren können nahezu alle Astigmatismuswerte mit Kontaktlinsen ausgeglichen werden.
Das Wahrendorf-Team ist auf die Korrektion von besonders starken Hornhautverkrümmungen spezialisiert. Ein außergewöhnlich großer Messlinsensatz zum Anpassen dieser speziellen Linsen erleichtert uns die Arbeit und verkürzt Ihnen die Wartezeiten. |