Die Kurzsichtigkeit = Myopie ist eine Form der Fehlsichtigkeit bei der Bilder vor der Netzhaut im Auge abgebildet werden und somit nur verschwommen wahrgenommen werden können.
Das passiert, weil in den meisten Fällen das Auge zu lang gewachsen ist (Achsenmyopie). In wenigen Fällen haben allerdings die optischen Medien des Auges (Hornhaut, Augenlinse) eine zu starke Brechkraft (Brechungsmyopie). Das Augenwachstum hört normalerweise um das 30. Lebensjahr herum auf, das heißt, das bis dahin sich die Myopie noch verändern kann.
Die Kurzsichtigkeit ist meistens genetisch bedingt. Allerdings wird, durch die rapide Zunahme der Kurzsichtigkeit in den asiatischen Ländern, auch wieder eine vermehrte Naharbeit in früher Kindheit als Ursache diskutiert. Diese Theorie wurde schon einmal Anfang des 20. Jahrhunderts erörtert.
Neben der nicht-krankhaften Myopie, die auch sehr hohe Brillenstärken (Dioptrien) erreichen kann, gibt es die fortschreitende (progressive) Myopie. Letztere stellt eine Erkrankung dar. Hierbei steigen die Dioptrienwerte jedes Jahr um 0,5 bis 1 Dioptrie, so dass schon in sehr jungen Jahren sehr hohe Dioptrienwerte erreicht werden. Da das Längenwachstum des Auges bei dieser äußerst seltenen Myopieform auch nach dem 30. Lebensjahr nicht aufhört, haben diese Menschen eine erhöhte Wahrscheinlichkeit, eine Netzhautablösung zu bekommen. Sie müssen in sehr regelmäßigen Abständen augenärztlich untersucht werden, da weiterhin Netzhautprobleme auftreten können.
Da bei der Kurzsichtigkeit ein erhöhtes Risiko einer Netzhautablösung nicht auszuschliesen ist, sind regelmäßige augenärztliche Kontrollen wichtig.
Die Kurzsichtigkeit wird mit Minusgläsern ausgeglichen (bei Brillengläsern erscheinen die Augen dahinter verkleinert).
Mit Kontaktlinsen können auch sehr hohe Kurzsichtigkeiten ästhetisch ansprechend korrigiert und „unsichtbar“ gemacht werden. Das Sehen ist mit Kontaktlinsen in den meisten Fällen optimaler als mit Brillengläsern, weil das Netzhautbild ein größeres ist und das Gesichtsfeld nicht vom Brillenrahmen eingeschränkt wird.
Das Wahrendorf-Team hat vielfältige Kontaktlinsenformen und Materialen im Institut für Sie als Messlinsen bereit, um die individuellen Kontaktlinsen festlegen zu können. Ihre weichen oder formstabilen Kontaktlinsen werden danach zumeist von spezialisierten Herstellern nach unseren Vorgaben gefertigt.
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